Jugendherbergen in Bayern senken Treibhausgas-Fußabdruck auf 6,32 Kilogramm pro Übernachtung
Der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk hat seinen Treibhausgas-Fußabdruck für das Jahr 2025 ermittelt. Pro Übernachtung und Gast wurden 6,32 Kilogramm CO₂-Äquivalente berechnet, nachdem der Wert zuvor bei rund neun Kilogramm gelegen hatte. Die Bilanz berücksichtigt sechs Bereiche, darunter Energie, Wasser, Abfall, Verpflegung und Mobilität. Zu den Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen gehören Photovoltaikanlagen, Pelletheizungen und energetisch verbesserte Fenster. Auch die Reduzierung von Lebensmittelabfällen und der Einsatz regionaler Bio-Produkte spielen eine Rolle.

Energie und Wasser als größte Emissionsbereiche
Die Auswertung zeigt, dass Energie und Wasser zu den wesentlichen Bereichen des Treibhausgas-Fußabdrucks zählen. Photovoltaikanlagen und Pelletheizungen sollen dazu beitragen, den Energiebedarf klimafreundlicher zu decken. Auch bauliche Maßnahmen wie besser isolierte Fenster gehören zum Maßnahmenpaket.
In den Küchen unterstützt der Verband die Jugendherbergen dabei, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Ergänzend wird der Einsatz regionaler Bio-Produkte gefördert.
Detailliertere Datenerfassung
Für die Bilanz werden sechs Bereiche erfasst: Energie und Wasser, Reinigung und Wäscherei, Abfall und Recycling, Materialien, Verpflegung sowie Mobilität. Bei der Datenerhebung arbeitet der Verband mit der Envoria GmbH zusammen und nutzt einen eigens entwickelten Fragebogen. Dabei werden beispielsweise Unterschiede zwischen frischen und tiefgekühlten Lebensmitteln sowie verschiedene Heizungsarten berücksichtigt.
Die Berechnung stützt sich unter anderem auf Energieabrechnungen. Da nicht alle Einrichtungen ihre Abfälle wiegen, wurden einzelne Abfallmengen hochgerechnet. Klimarisiken werden qualitativ bewertet; Verwertungs- und Entsorgungsquoten lassen sich nicht durchgehend erfassen, weil die Abfallentsorgung über externe Dienstleister erfolgt.
Die Bilanz orientiert sich am GHG Protocol Corporate Standard aus dem Jahr 2004. Die Fokus Zukunft GmbH & Co. KG prüfte die verwendeten Emissionsfaktoren auf Plausibilität, Quellenqualität, Systemgrenzen und Datenübertragung. Der Verband plant, die Bilanz alle zwei Jahre zu aktualisieren; die nächste Erhebung ist für 2027 vorgesehen. Vergleiche mit anderen Anbietern sind nur eingeschränkt möglich, da sich Systemgrenzen, Datenquellen und Berechnungsmethoden unterscheiden können.
Der Landesverband Bayern betreibt 46 Jugendherbergen, davon 34 eigene Häuser und zwölf Partnerbetriebe. Neben Übernachtungsangeboten gehören Bildungs- und Erlebnisprogramme zu den Aufgaben des Verbands.
Weitere Informationen: https://www.jugendherberge.de/bayern/wir-ueber-uns/unsere-verantwortung/
